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Donnerstag, 16. Januar 2020

Strafantrag gegen issue

Wegen Beihilfe zur Verleumdung
Ich habe Strafantrag gegen den Geschäftsführer des Portals „issue“ wegen Beihilfe zur Verleumdung gestellt. Hauptsitz des Unternehmens ist Kopenhagen, in Berlin gibt es eine Filiale. 
Trotz mehrfacher Aufforderungen zur Löschung  wird von „issue“ weiterhin ein Beitrag veröffentlicht, in dem meine Familie mich angeblich seit über drei Jahren schwer beschuldigt. Dafür wird ein Sohn von mir erfunden, meine Ehefrau Angelika als  Zeugin benannt, obwohl sie bereits seit sechs Jahren tot ist. 
So soll ich Kontakt zu pädophilen Kreisen haben und ein übler Kinderschänder sein. Als Quellen für diese frei erfundenen Behauptungen werden blogs genannt, die ebenfalls anonym ins Netz gestellt worden sind (und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland). Die Verleumder berufen sich also auf sich selbst.

Freitag, 19. April 2019

Cabeças fracas

Ich sitze gerade hier. 
Anonym auch auf Madeira

Wie die Übersetzung lautet, können die anonymen Blogger, die mir im Netz seit Jahren einen Lebenslauf andichten, weil sie sich mit der Schließung einer üblen Einrichtung in Lüneburg nicht abfinden können, selbst ermitteln.

Ich bin derzeit zum dritten Mal auf Madeira, wohne in einem tollen Hostel, lerne fantastische Menschen kennen und genieße das Leben auf dieser Insel - und was finde ich beim googeln unter meinem Namen? Einen blog, den man von Deutschland aus nicht finden kann, weil der Anbieter in Paris sitzt.

Da ich nicht davon ausgehe, dass man meinen Namen in Frankreich, Spanien und Portugal googelt, weil ich so berühmt bin, kann die Frage nur lauten: Was soll das? Mir ist zwar bekannt, dass es in einen Kopf ohne Gehirn genauso wenig reinregnen kann wie in einen Kopf mit Gehirn, aber hier regnet es selten.

In meiner Hosentasche steckt ein Zettel. Dort steht, geschrieben von einer Frau, über die ich gerade eine Geschichte schreibe: "En gosto de ti." Erwähnt doch mal diesen Satz - im nächsten gefälschten blog über mich...Ihr müsst ihn ja nicht verstehen. Und belästigt damit die Japaner. Oder können die meinen Namen von Tokio aus auch schon googeln?

Freitag, 13. April 2018

Schrott im Netz

Alle bekommen ihr Fett ab

Seit 14 Tagen wundere ich mich darüber, dass im Netz wieder bestimmte anonyme blogs hoch geklickt werden. Heute habe ich darauf eine mögliche Antwort bekommen. Von einem Anrufer. Näheres dazu werde ich hier noch nicht verraten. Sonst gibt es über diesen Anrufer demnächst auch noch einen anonymen blog - möglich wäre es jedenfalls.

Im Jahre 2011 hatten solche anonymen blogs Hochkonjunktur. Vor und nach der Entlassung des Leiters der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch wimmelte es plötzlich im Netz von solchen Veröffentlichungen. Ruthard Stachowske hatte bis dahin mit familienorientierter Drogentherapie unter dem Dach der Sucht- und Jugendhilfe geworben. Familienorientiertes gab es aber nie in seiner Einrichtung. Klientinnen und Klienten wurden verleumdet, Kritiker attackiert - und die meisten Jugendämter schwiegen zu den Missständen. Die evangelische Hochschule Dresden, an der Stachowske bis heute  Honorarprofessor ist, verweigerte eine öffentliche Diskussion über die Praktiken von Ruthard Stachowske. Der Rektor stellte sich taub. 

In anonymen blogs attackiert wurden damals ehemalige engere Mitarbeiter von Stachowske, die sich gegen den Leiter gestellt hatten, Mütter und Großmütter, die sich gegen Stachowskes Methoden gewehrt hatten, eine ehemalige Geschäftsführerin und ihr Vorgänger, auch über mich wurden immer neue Lügen verbreitet, denn ich hatte 2009 mit einer ausführlichen Berichterstattung über die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch begonnen. 

Und die kam so: Ein Hamburger Anwalt hatte mir im Namen der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg mit juristischem Ungemach gedroht, sollte ich jemals bestimmte Dinge in der Einrichtung kritisieren, die von dem Anwalt in seiner Klageandrohung aufgelistet wurden. Eine bessere Anleitung für Recherchen hatte ich noch nie bekommen. Vor dem Start meines blogs organisierten wir ein Treffen Ehemaliger in Lüneburg, zu dem ich Stachowske einlud. Er kam nicht. Der damalige Geschäftsführer der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg auch nicht. 

Mir wurde also schnell klar, dass es Ruthard Stachowske und seinem Team gar nicht darum ging, Menschen wieder gesund zu machen, je länger sie in der Einrichtung waren, desto kranker wurden sie, genauer: desto kranker wurden sie gemacht. Außerdem vertrat Stachowske eine Theorie, der sich seine Klientinnen und Klienten zu fügen hatten. Was er behauptete, stimmte angeblich, was wirklich war, war überhaupt nicht wichtig. Damit verdiente er sein Geld und die Einrichtung erschloss sich Geldquellen bei den Kostenträgern.

Die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch wurde 2012 an die Step gGmbH Hannover verschenkt und 2014 geschlossen, Ruthard Stachowske gründete eine Praxis in Lüneburg. 

Mittwoch, 8. Februar 2017

Ermittlungen

Anruf von einer Ermittlerin

1. August 2016. Die Staatsanwaltschaft von Lüneburg ermittelt seit 2012 wegen der anonymen blogs aus dem Umfeld der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg (seit 2012 Step gGmbH Hannover). Bisher sind die Ermittlungen stets im Sande verlaufen, sie werden aber fortgesetzt. Heute hat mich eine Ermittlerin angerufen. Wir werden nächste Woche ein persönliches Gespräch führen. Sie stöbert derweil weiter im Internet.

Hier lesen 

Akte bei Staatsanwaltschaft Hannover

8. August 2016. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft von Hannover. Hier lesen 

Zurück nach Lüneburg

8. Februar 2017. Die Ermittlungen gegen anonyme blogger ruhen wieder bei der Staatsanwaltschaft Lüneburg. Hier klicken